Ambulante Intensivpflege

Definition

Ambulante Intensivpflege – kurz erklärt

Unter ambulante Intensivpflege (auch außerklinische Intensivpflege) versteht man die
hochspezialisierte Versorgung von schwerstkranken Menschen außerhalb des Krankenhauses – zum Beispiel
zu Hause oder in einer intensivpflegerischen Wohngemeinschaft. Ziel ist maximale Sicherheit bei gleichzeitig
möglichst viel Lebensqualität im vertrauten Umfeld.

  • Ort: eigene Häuslichkeit, Wohngemeinschaft oder Pflegeeinrichtung – nicht Klinik.
  • Zielgruppe: Menschen mit dauerhaft hohem Überwachungs- und Behandlungsbedarf (z. B. Beatmung, Tracheostoma).
  • Betreuung: oft 24-Stunden-Präsenz durch examinierte Pflegefachkräfte (1:1- oder 1:2-Versorgung).

Was ist ambulante Intensivpflege?

Ambulante Intensivpflege ist eine ärztlich verordnete, hochkomplexe Form der Behandlungspflege.
Sie richtet sich an Erwachsene und Kinder, die dauerhaft ein engmaschiges Monitoring benötigen – etwa bei
Langzeit-Beatmung, schweren neurologischen Erkrankungen oder einem hohen Risiko für plötzliche
Notfallsituationen. Statt dauerhaft im Krankenhaus zu bleiben, können Betroffene im vertrauten Umfeld leben,
während ein spezialisiertes Team die medizinische Sicherheit gewährleistet.

Leistungen der ambulanten Intensivpflege (Auszug)

  • Kontinuierliche Überwachung von Atmung, Kreislauf und Bewusstsein
  • Bedienung und Überwachung von Beatmungsgeräten und Monitoring-Systemen
  • Absaugen der Atemwege, Inhalationen, Atemtherapie nach ärztlicher Verordnung
  • Gabe von Medikamenten (z. B. über Infusion, Sonde oder Port)
  • Versorgung von Tracheostoma, PEG-/PEJ-Sonde und anderen Zugängen
  • Umfassende Grundpflege (Körperpflege, Lagerung, Mobilisation)
  • Unterstützung im Alltag: Essen, Kommunikation, Arztbesuche, Schule/Kita/Therapie und Freizeit

Rechtliche Grundlage: § 37c SGB V und IPReG

In Deutschland ist die außerklinische Intensivpflege im § 37c SGB V geregelt.
Versicherte mit einem besonders hohen Bedarf an medizinischer Behandlungspflege haben Anspruch
auf diese Leistung, wenn die ständige Anwesenheit einer Pflegefachkraft oder ein
vergleichbar intensiver Einsatz erforderlich ist – zum Beispiel bei invasiver Beatmung.

Mit dem Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz (IPReG) wurde die außerklinische Intensivpflege
als eigenständige Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung gestärkt. Nur besonders qualifizierte
Ärztinnen und Ärzte dürfen sie verordnen, und es gelten klare Qualitätsanforderungen an Strukturen, Personal
und Notfallkonzepte. Das Ziel: hohe Versorgungsqualität und Patientensicherheit – auch außerhalb der Klinik.

Zahlen, Daten, Fakten

  • Ende 2023 waren in Deutschland rund 5,7 Millionen Menschen pflegebedürftig.
  • Davon wurden etwa 86 % in der eigenen Häuslichkeit versorgt – ambulant statt stationär.
  • Bundesweit gibt es schätzungsweise über 1.700 Pflegedienste mit Leistungen der außerklinischen Intensivpflege.
  • Ein Teil davon (rund 700 Dienste) ist auf intensivpflegerische Versorgung spezialisiert, viele mit 1:1- oder WG-Konzepten.

Diese Zahlen zeigen: Die außerklinische Versorgung spielt eine immer größere Rolle.
Ambulante Intensivpflege ist dabei ein kleiner, aber besonders anspruchsvoller Bereich – mit sehr hohem
Qualifikations- und Qualitätsanspruch an die beteiligten Teams.

Für wen ist ambulante Intensivpflege geeignet?

Ambulante Intensivpflege richtet sich an Menschen, die dauerhaft eine hoch spezialisierte und engmaschige Pflege
benötigen, zum Beispiel:

  • Erwachsene und Kinder mit Langzeit-Beatmung (invasiv oder nicht-invasiv)
  • Patient:innen mit Tracheostoma und häufigem Absaugbedarf
  • Menschen mit schweren neurologischen Schädigungen (z. B. Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Hypoxie)
  • Betroffene mit neuromuskulären Erkrankungen (z. B. ALS)
  • Kinder mit komplexen genetischen oder respiratorischen Erkrankungen

Das Ziel ist immer eine Kombination aus medizinischer Sicherheit und möglichst viel Alltag:
Betroffene sollen – trotz hohem Pflegebedarf – im Familien- und Sozialleben eingebunden bleiben können.

Ambulante Intensivpflege bei IHC 24

Als spezialisierter ambulanter Intensivpflegedienst begleitet Intensive Health Care 24
Erwachsene und Kinder im Ruhrgebiet und NRW – von der Kliniküberleitung über die Versorgung zu Hause
bis hin zur Zusammenarbeit mit Ärzt:innen, Therapien und Einrichtungen.

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