Schwerpunkte in der Intensivpflege
Orientierung für Angehörige
Welche Krankheitsbilder können Intensivpflege notwendig machen?

Krankheitsbereiche im Überblick
Typische Krankheitsbilder in der Intensivpflege

Neurologische Erkrankungen
Wenn das Nervensystem betroffen ist
Typische Krankheitsbilder
Schlaganfall mit schweren Folgeschäden
Nach einem Schlaganfall können Lähmungen, Schluckstörungen, Bewusstseinsveränderungen oder Atemprobleme auftreten. Je nach Verlauf kann eine intensive Überwachung oder Beatmungspflege notwendig werden.
Schädel-Hirn-Trauma
Nach schweren Unfällen kann das Gehirn dauerhaft geschädigt sein. Betroffene benötigen häufig Unterstützung bei Atmung, Ernährung, Lagerung, Mobilisation und Reizverarbeitung.
Hypoxischer Hirnschaden
Ein Sauerstoffmangel, zum Beispiel nach Reanimation, kann schwere neurologische Einschränkungen verursachen. Die Versorgung erfordert oft engmaschige Beobachtung und spezielle Pflegekompetenz.
Wachkoma / apallisches Syndrom
Menschen im Wachkoma benötigen meist eine sehr strukturierte Pflege, da Bewusstsein, Kommunikation, Beweglichkeit und Schutzreflexe stark eingeschränkt sein können.
Querschnittlähmung / Tetraplegie
Bei hohen Querschnittlähmungen kann auch die Atemmuskulatur betroffen sein. Dann kann Beatmung oder eine besonders intensive Atemwegsversorgung erforderlich werden.
Multiple Sklerose in fortgeschrittenen Verläufen
Bei schweren Verläufen können Mobilität, Schlucken, Atmung und Selbstversorgung stark eingeschränkt sein.
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Parkinson in fortgeschrittenen Stadien
In späten Krankheitsphasen können Schluckstörungen, Bewegungsarmut, Aspirationsrisiken und ein hoher Pflegebedarf entstehen.
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Epilepsie mit intensivpflegerischem Bedarf
Schwere epileptische Anfälle können eine engmaschige Überwachung und spezielle pflegerische Betreuung notwendig machen.
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Huntington
Krankheit
Die Huntington Krankheit kann Bewegung, Sprache, Schlucken und kognitive Fähigkeiten beeinträchtigen. In fortgeschrittenen Stadien entsteht oft ein hoher Pflegebedarf.
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Atemwegserkrankungen und Beatmung
Wenn die Atmung Unterstützung braucht
Typische Krankheitsbilder
COPD im fortgeschrittenen Stadium
COPD kann zu schwerer Atemnot, Sauerstoffmangel und chronischer Überlastung der Atemmuskulatur führen. In schweren Fällen wird Beatmungspflege zu Hause notwendig.
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Lungenemphysem
Beim Lungenemphysem ist die Lunge dauerhaft geschädigt. Betroffene können unter starker Atemnot, Belastungseinschränkung und erhöhtem Unterstützungsbedarf leiden.
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Chronische respiratorische Insuffizienz
Wenn die Atmung dauerhaft nicht ausreichend funktioniert, kann eine außerklinische Beatmung erforderlich werden.
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Obesitas Hypoventilationssyndrom
Starkes Übergewicht kann die Atmung erheblich beeinträchtigen. In schweren Fällen ist eine nächtliche oder dauerhafte Beatmungsunterstützung notwendig.
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Schwere Schlafapnoe mit Beatmungsbedarf
Bei ausgeprägten schlafbezogenen Atemstörungen kann eine apparative Atemunterstützung erforderlich sein.
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Zustand nach ARDS oder schwerer Infektion
Nach schweren Lungenerkrankungen oder intensivmedizinischer Behandlung kann die Atmung langfristig eingeschränkt bleiben.
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Neuromuskuläre Erkrankungen
Wenn Muskeln und Atmung schwächer werden
Typische Krankheitsbilder
Amyotrophe Lateralsklerose ALS
ALS kann die Atemmuskulatur zunehmend schwächen. Viele Betroffene benötigen im Verlauf Beatmungsunterstützung und eine eng abgestimmte Versorgung.
Muskeldystrophien
Bei Muskeldystrophien nimmt die Muskelkraft fortschreitend ab. Je nach Ausprägung können Mobilität, Hustenstoß und Atmung betroffen sein.
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Morbus Duchenne
Diese Form der Muskeldystrophie beginnt meist im Kindesalter und kann später eine intensive Unterstützung der Atmung erforderlich machen.
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Spinale Muskelatrophie SMA
SMA kann zu ausgeprägter Muskelschwäche führen. Besonders bei Kindern und jungen Erwachsenen kann eine spezialisierte Pflege und Atemunterstützung notwendig sein.
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Myasthenia gravis
Bei schweren Verläufen kann es zu Muskelschwäche kommen, die auch Atmung und Schlucken betrifft.
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Guillain Barré Syndrom
In schweren akuten Verläufen kann eine vorübergehende oder längerfristige intensivpflegerische Versorgung notwendig werden.
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Morbus Pompe
Die seltene Stoffwechselerkrankung kann Muskeln und Atmung betreffen und dadurch intensive Versorgung erforderlich machen.
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Polyneuropathie mit schwerem Verlauf
Bei schweren Polyneuropathien können Nerven und Muskeln so beeinträchtigt sein, dass Bewegung, Kraft und teilweise auch Atmung oder Schlucken betroffen sind.
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Post Polio Syndrom
Das Post Polio Syndrom kann Jahre nach einer früheren Kinderlähmung zu neuer Muskelschwäche, Erschöpfung und Atemproblemen führen. In schweren Fällen entsteht intensiver Pflegebedarf.
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Kinderintensivpflege
Wenn Kinder besondere Fachpflege brauchen
Typische Krankheitsbilder und Situationen
Frühgeborene mit langfristigem Pflegebedarf
Nach sehr frühem Start ins Leben können Atmung, Ernährung, Entwicklung und Infektanfälligkeit besondere Unterstützung erfordern.
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Angeborene Fehlbildungen der Atemwege
Wenn die Atemwege betroffen sind, kann ein Tracheostoma, Sekretmanagement oder Beatmungspflege notwendig werden.
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Infantile Zerebralparese
Kinder mit Zerebralparese können je nach Ausprägung Schwierigkeiten mit Bewegung, Schlucken, Atmung und Kommunikation haben.
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Genetische Syndrome mit Intensivpflegebedarf
Manche genetischen Erkrankungen führen zu komplexem medizinischem Pflegebedarf, der eine spezialisierte häusliche Versorgung notwendig macht.
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Stoffwechsel- Erkrankungen
Schwere Stoffwechselerkrankungen können mehrere Organsysteme betreffen und eine engmaschige Pflege erfordern.
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Kinder mit Tracheostoma oder Beatmung
Wenn Kinder über eine Trachealkanüle versorgt oder beatmet werden, braucht es besondere Fachkompetenz, Notfallsicherheit und eine enge Zusammenarbeit mit Ärztinnen, Ärzten und Therapeutinnen.
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Weitere Krankheitsbilder
Wenn mehrere Faktoren zusammenkommen
Typische Krankheitsbilder und Situationen
Critical Illness
Syndrom
Nach langer intensivmedizinischer Behandlung können Muskelschwäche, Erschöpfung, Atemprobleme und hoher Pflegebedarf zurückbleiben.
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Tumorbedingte Erkrankungen
Bei schweren Verläufen können Atemnot, Schwäche, Schmerzen oder intensive Behandlungspflege notwendig werden.
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Zustand nach Multiorganversagen
Nach kritischen Krankheitsphasen kann der Körper langfristig geschwächt sein. Die Versorgung muss dann besonders sorgfältig geplant werden.
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Schwere Infektionen mit Langzeitfolgen
Nach Sepsis oder schweren Infektionen können neurologische, körperliche oder respiratorische Einschränkungen bestehen bleiben.
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Zustand nach langer Beatmung im Krankenhaus
Nach längerer invasiver Beatmung kann eine außerklinische Weiterversorgung notwendig sein, insbesondere bei Tracheostoma oder erschwerter Entwöhnung.
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Komplexe Mehrfacherkrankungen
Viele Patientinnen und Patienten haben nicht nur eine Diagnose, sondern mehrere Erkrankungen gleichzeitig. Dann braucht es eine individuelle Pflegeplanung.
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HC24 begleitet Menschen mit komplexem Pflegebedarf
Fachlich sicher
Unsere Pflegefachkräfte arbeiten strukturiert, aufmerksam und mit Erfahrung in der außerklinischen Intensivpflege.
Zuhause versorgt
Wir ermöglichen intensive Pflege im vertrauten Umfeld, wenn die medizinischen Voraussetzungen dafür gegeben sind.
Angehörige entlastet
Wir begleiten Familien, schaffen klare Abläufe und bleiben bei Fragen persönlich erreichbar.
Sie möchten wissen, ob Intensivpflege möglich ist?
(0209) 58904489
(0162) 9802754

Fragen zu Krankheitsbildern und Intensivpflege
Viele Angehörige und Betroffene stehen nach einer Diagnose oder einem Klinikaufenthalt vor ganz neuen Fragen. Wann wird ambulante Intensivpflege notwendig? Welche Krankheitsbilder können Beatmungspflege erfordern? Und wie läuft die Versorgung zu Hause überhaupt ab? Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen rund um Krankheitsbilder, außerklinische Intensivpflege und die Betreuung durch IHC24.
Ihre Frage war nicht dabei?
Welche Krankheitsbilder führen häufig zu Intensivpflege?
Häufige Gründe sind neurologische Erkrankungen, schwere Lungenerkrankungen, neuromuskuläre Erkrankungen, Wachkoma, ALS, COPD, Schädel Hirn Trauma, Querschnittlähmung, chronische Ateminsuffizienz oder ein Tracheostoma.
Ist eine Diagnose allein entscheidend?
Nein. Entscheidend ist nicht nur die Diagnose, sondern der konkrete Pflegebedarf. Wichtig sind zum Beispiel Beatmung, Tracheostoma Versorgung, Atemwegsmanagement, Überwachung, Notfallbereitschaft und die medizinische Gesamtsituation.
Können auch Kinder ambulante Intensivpflege erhalten?
Ja. Kinder mit komplexem Pflegebedarf, Beatmung, Tracheostoma, angeborenen Erkrankungen oder schweren neurologischen Einschränkungen können ambulante Kinderintensivpflege erhalten.
Was ist der Unterschied zwischen Intensivpflege und Beatmungspflege?
Beatmungspflege ist ein wichtiger Teilbereich der Intensivpflege. Sie richtet sich an Menschen, deren Atmung nicht ausreichend selbstständig funktioniert oder technisch unterstützt werden muss.
Unterstützt IHC24 auch bei der Überleitung aus der Klinik?
Ja. IHC24 begleitet die Organisation der Versorgung nach einem Klinikaufenthalt und stimmt die nächsten Schritte mit Angehörigen, Ärztinnen, Ärzten, Therapeutinnen und weiteren Beteiligten ab.
Welche Leistungen gehören zur ambulanten Intensivpflege?
Zur ambulanten Intensivpflege gehören unter anderem Beatmungspflege, Tracheostoma Versorgung, Überwachung von Vitalwerten, Medikamentengabe, Sekretmanagement, Notfallmanagement sowie die enge Zusammenarbeit mit Ärztinnen, Ärzten und Therapeutinnen. Ziel ist eine sichere Versorgung im häuslichen Umfeld.
Kann Intensivpflege auch vorübergehend notwendig sein?
Ja. Nicht jede intensivpflegerische Versorgung ist dauerhaft erforderlich. Manche Menschen benötigen Intensivpflege nur für eine bestimmte Zeit, zum Beispiel nach einem schweren Krankenhausaufenthalt, einer Operation oder während der Entwöhnung von der Beatmung.
Wer übernimmt die Kosten für ambulante Intensivpflege?
Wenn die medizinischen Voraussetzungen erfüllt sind, werden die Kosten in der Regel von Kranken- und Pflegekassen übernommen. Voraussetzung ist eine ärztliche Verordnung und die Prüfung des individuellen Versorgungsbedarfs. IHC24 unterstützt Angehörige und Betroffene gerne bei organisatorischen Fragen rund um die Versorgung.
Persönliche Gespräche sind doch immer am Besten.
Gerne auch telefonisch
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