Erkrankungen in der Kinderintensivpflege

Schwere oder chronische Erkrankungen können dazu führen, dass Kinder und Jugendliche zeitweise oder dauerhaft medizinische Überwachung, Behandlungspflege oder Unterstützung bei der Atmung benötigen. IHC24 begleitet Familien mit einer fachkundigen, kindgerechten Versorgung im vertrauten Zuhause.
ORIENTIERUNG FÜR FAMILIEN

Wenn ein Kind besondere medizinische Unterstützung braucht

Angeborene oder erworbene Erkrankungen, Komplikationen nach einer Frühgeburt oder Beeinträchtigungen der Atmung und anderer Körperfunktionen können einen hohen pflegerischen Unterstützungsbedarf verursachen. Wie umfangreich die Versorgung ausfällt, hängt dabei immer von der individuellen gesundheitlichen Situation des Kindes ab.

Manche Kinder benötigen klar abgegrenzte Maßnahmen der Behandlungspflege. Andere sind auf eine engmaschige Überwachung, Beatmung, die Versorgung eines Tracheostomas oder eine permanente pflegerische Interventionsbereitschaft angewiesen. Auch Ernährung, Mobilität, Kommunikation und die allgemeine Entwicklung können zusätzliche Unterstützung erfordern.

Bei Kindern muss die Versorgung nicht nur medizinisch sicher, sondern auch alters- und entwicklungsgerecht gestaltet werden. Vertraute Abläufe, feste Bezugspersonen und die Einbeziehung der Eltern helfen dabei, Pflege und Familienalltag miteinander zu verbinden.

Entscheidend ist deshalb nicht allein die Diagnose. Maßgeblich sind der tatsächliche medizinische und pflegerische Bedarf, mögliche gesundheitliche Risiken und die Frage, welche Unterstützung das Kind im Alltag benötigt.

Erkrankungen in der Kinderintensivpflege: Pflegefachkraft misst bei einem Mädchen im Beisein der Mutter die Sauerstoffsättigung zu Hause
Transparente Darstellung eines Kindes mit hervorgehobenen Atemwegen und Lungen
KRANKHEITSBILDER IM ÜBERBLICK

Wenn Kinder besondere Fachpflege brauchen

Kinder mit intensivpflegerischem Bedarf benötigen nicht nur medizinische Sicherheit, sondern auch viel Ruhe, Vertrauen und eine Versorgung, die zur Familie passt. Gründe können angeborene Erkrankungen, Frühgeburtlichkeit, neurologische Schäden, genetische Syndrome oder chronische Atemprobleme sein.

Typische Krankheitsbilder und Situationen

Frühgeborene mit langfristigem Pflegebedarf

Nach sehr frühem Start ins Leben können Atmung, Ernährung, Entwicklung und Infektanfälligkeit besondere Unterstützung erfordern.

Angeborene Fehlbildungen der Atemwege

Wenn die Atemwege betroffen sind, kann ein Tracheostoma, Sekretmanagement oder Beatmungspflege notwendig werden.

Infantile Zerebralparese


Kinder mit Zerebralparese können je nach Ausprägung Schwierigkeiten mit Bewegung, Schlucken, Atmung und Kommunikation haben.

Genetische Syndrome mit Intensivpflegebedarf

Manche genetischen Erkrankungen führen zu komplexem medizinischem Pflegebedarf, der eine spezialisierte häusliche Versorgung notwendig macht.

Mehr dazu

Stoffwechsel- Erkrankungen

Schwere Stoffwechselerkrankungen können mehrere Organsysteme betreffen und eine engmaschige Pflege erfordern.

Mehr dazu

Kinder mit Tracheostoma oder Beatmung

Wenn Kinder über eine Trachealkanüle versorgt oder beatmet werden, braucht es besondere Fachkompetenz, Notfallsicherheit und eine enge Zusammenarbeit mit Ärztinnen, Ärzten und Therapeutinnen.

Mehr dazu

JEDES KIND HAT ANDERE BEDÜRFNISSE

Der persönliche Unterstützungsbedarf entscheidet

Auch Kinder mit derselben Diagnose können einen sehr unterschiedlichen Pflegebedarf haben. Alter, Entwicklungsstand, Krankheitsverlauf, Begleiterkrankungen und notwendige Therapien beeinflussen, wie die Versorgung im Alltag gestaltet werden muss.

Während manche Kinder nur zu bestimmten Zeiten Unterstützung benötigen, brauchen andere eine engmaschige Beobachtung und jederzeit eine Pflegefachkraft, die bei gesundheitlichen Veränderungen unmittelbar reagieren kann.

 

Ein möglicher intensivpflegerischer Unterstützungsbedarf umfasst beispielsweise:

Deshalb richtet IHC24 die Versorgung nach dem konkreten medizinischen und pflegerischen Bedarf sowie nach dem Alter und Entwicklungsstand des Kindes aus. Pflegerische Abläufe werden gemeinsam mit der Familie und den beteiligten Ärztinnen, Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten abgestimmt.

Pflegefachkraft hört die Atmung eines Kindes mit Sauerstoffbrille im Beisein der Mutter ab
Warum IHC24?

Fachkompetenz für Kinder und Familien

Kinderintensivpflege verbindet medizinische Sicherheit mit einer ruhigen, kindgerechten und familienorientierten Begleitung. Unsere Pflegefachkräfte berücksichtigen dabei sowohl die gesundheitlichen Anforderungen als auch die Bedürfnisse des Kindes und seiner Familie.

Sicherheit bei Atmung und Beatmung

Unsere Pflegefachkräfte begleiten Kinder bei nichtinvasiver oder invasiver Beatmung und übernehmen je nach Verordnung die Versorgung von Tracheostoma, Atemwegen und Sekret.

Veränderungen früh erkennen

Atmung, Vitalwerte und Allgemeinzustand werden aufmerksam beobachtet. Bei gesundheitlichen Veränderungen handeln unsere Pflegefachkräfte nach dem individuell abgestimmten Versorgungs- und Notfallplan.

Die Familie im Mittelpunkt

Die Versorgung orientiert sich an den Gewohnheiten und Bedürfnissen des Kindes. Eltern werden als wichtige Bezugspersonen einbezogen und erhalten feste Ansprechpartner für pflegerische und organisatorische Fragen.

Persönliche Beratung

Gemeinsam die passende Versorgung für Ihr Kind organisieren

Ob nach einem langen Klinikaufenthalt, bei einer Beatmung, einem Tracheostoma oder einem komplexen Krankheitsbild: Wir besprechen Ihre Situation persönlich und unterstützen Sie dabei, die Versorgung Ihres Kindes zu Hause verlässlich zu organisieren.
Lächelnde Pflegefachkraft mit rötlichen Haaren im Empfangsbereich von IHC24
Häufige Fragen

Antworten zu Erkrankungen in der Kinderintensivpflege

Wenn ein Kind intensivpflegerische Unterstützung benötigt, entstehen häufig viele medizinische, pflegerische und organisatorische Fragen. Hier finden Sie erste Antworten zu möglichen Krankheitsbildern und zur Versorgung im eigenen Zuhause.

Ihre Frage war nicht dabei?

Sprechen Sie uns gerne persönlich an. Gemeinsam klären wir, welche Form der Unterstützung für Ihr Kind und Ihre Familie infrage kommt.

Ein intensivpflegerischer Bedarf kann beispielsweise infolge einer Frühgeburt, einer angeborenen Fehlbildung der Atemwege, einer neurologischen Erkrankung, einer Zerebralparese, eines genetischen Syndroms oder einer schweren Stoffwechselerkrankung entstehen. Auch Kinder mit einem Tracheostoma oder einer notwendigen Beatmung können Kinderintensivpflege benötigen. Entscheidend ist nicht allein die Diagnose, sondern der konkrete medizinische und pflegerische Unterstützungsbedarf.

Eine außerklinische Intensivpflege kann notwendig sein, wenn bei einem Kind jederzeit eine lebensbedrohliche gesundheitliche Situation auftreten kann und deshalb eine besonders intensive medizinische Behandlungspflege mit ständiger Interventionsbereitschaft erforderlich ist. Ob diese Voraussetzungen vorliegen, wird ärztlich beurteilt und im Rahmen der Verordnung festgelegt.

Ja, wenn die medizinischen, pflegerischen und organisatorischen Voraussetzungen erfüllt sind, kann die Versorgung auch im eigenen Zuhause erfolgen. Dafür werden unter anderem die Beatmung, die Tracheostomaversorgung, benötigte Hilfsmittel, pflegerische Abläufe und das Vorgehen in Notfällen individuell abgestimmt.

Die Aufgaben richten sich nach der ärztlichen Verordnung und dem individuellen Versorgungsplan. Dazu können die Überwachung von Atmung und Kreislauf, der Umgang mit Beatmungsgeräten, die Tracheostomapflege, Inhalation, Sekretmanagement, Absaugen, Medikamentengabe und weitere Maßnahmen der Behandlungspflege gehören. Ebenso wichtig ist das frühzeitige Erkennen gesundheitlicher Veränderungen.

Die Versorgung berücksichtigt den Entwicklungsstand, die Kommunikationsmöglichkeiten, den Tagesrhythmus und die individuellen Bedürfnisse des Kindes. Vertraute Rituale, Ruhephasen, Spiel, Förderung und die Teilhabe am Familienalltag werden soweit möglich in die pflegerischen Abläufe einbezogen.

Eltern kennen die Gewohnheiten, Reaktionen und Warnzeichen ihres Kindes besonders gut. Dieses Wissen fließt in die Versorgungsplanung ein. Wichtige Abläufe werden verständlich erklärt und gemeinsam abgestimmt, ohne die pflegerische Verantwortung auf die Familie zu übertragen.

Für eine sichere Überleitung müssen das Krankenhaus, die behandelnden Ärztinnen und Ärzte, der Pflegedienst, die Krankenkasse, Hilfsmittelversorger und die Familie eng zusammenarbeiten. Vor dem Einzug nach Hause werden der Pflegebedarf, benötigte Geräte und Materialien, die häuslichen Voraussetzungen sowie Versorgungs- und Notfallabläufe abgestimmt.

Melden Sie sich bei uns

Persönliche Gespräche sind doch immer am Besten.

Kontaktieren Sie uns gerne persönlich und vereinbaren Sie einfach einen Beratungstermin. Gerne auch bei Ihnen vor Ort.​

Gerne auch telefonisch

(0209) 58904489